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Piazza della Signoria

  • piazza
  • 4.7
  • Öffnungszeiten: Durchgehend geöffnet
Wegbeschreibung
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Geschichte

Ab dem späten 13. Jahrhundert wurde dieser L-förmige Platz als politisches Zentrum von Florenz angelegt, gepflastert vor dem neu errichteten Palazzo Vecchio, dem Sitz der städtischen Prioren. Seit über siebenhundert Jahren ist er die Bühne des Florentiner Stadtlebens geblieben, und der festungsartige Palazzo beherbergt bis heute das Büro des Bürgermeisters und die Sitzungssäle des Stadtrats.

Der Platz war auch Schauplatz einiger der turbulentesten Ereignisse der Stadtgeschichte. 1497 versammelten sich hier Anhänger des feurigen Predigers Girolamo Savonarola, um in einem großen Scheiterhaufen Kosmetika, Spiegel, Spieltische und als eitel erachtete Gemälde zu verbrennen. Ein Jahr später wendete sich das Blatt: Savonarola selbst wurde, nach seinem Bruch mit Rom der Ketzerei angeklagt, fast an derselben Stelle gehängt und verbrannt — ein Ereignis, an das heute eine kleine Gedenktafel im Pflaster erinnert.

Wussten Sie schon?

Die Piazza della Signoria dient seit der Renaissance als Freiluft-Skulpturengalerie. Michelangelos David stand hier ab 1504 als trotziges Symbol der jungen Florentiner Republik, bis Bedenken wegen Witterungsschäden 1873 zu seiner Verlegung in die Galleria dell'Accademia führten. Die Marmorfigur, die heute auf dem Platz zu sehen ist, ist eine originalgetreue, 1910 aufgestellte Kopie — ein Detail, das viele Besucher überrascht, die annehmen, das Original vor sich zu haben.

Der David teilt sich den Platz mit weiteren bedeutenden Werken: der bronzenen Reiterstatue von Großherzog Cosimo I. von Giambologna, dem Neptunbrunnen von Bartolomeo Ammannati (von wenig begeisterten Florentinern bei seiner Enthüllung spöttisch "Il Biancone", "der große Weiße", genannt) und Benvenuto Cellinis bronzenem Perseus, der das abgeschlagene Haupt der Medusa emporhält, geschützt unter den Arkaden der benachbarten Loggia dei Lanzi.

Gut zu wissen

Der Zutritt zum Platz ist kostenlos und rund um die Uhr möglich, was ihn zu einem naheliegenden Ort für eine Pause zwischen den Sehenswürdigkeiten macht; mehrere Cafés bieten Tische im Freien direkt auf dem Pflaster — für den Ausblick zahlt man allerdings einen Aufpreis.

Bedenken Sie, dass die David-Statue auf dem Platz eine Kopie ist: Um Michelangelos Original zu sehen, müssen Sie zur Galleria dell'Accademia auf der anderen Seite der Stadt. Die Loggia dei Lanzi mit ihrer eigenen Skulpturensammlung kann jederzeit kostenlos durchquert werden, während ein Besuch im Inneren des Palazzo Vecchio ein separates Ticket erfordert.