Palazzo Pitti
- palace
- art-museum
- Preis: 2 € - 16 €
- Öffnungszeiten: 08:15 - 18:30 (montags geschlossen)
Geschichte
Der Bau begann um 1458 für Luca Pitti, einen Wollhändler und Bankier, der reich und ehrgeizig genug war, einen Palast zu wollen, der den der Medici selbst übertraf — einer Anekdote zufolge, die das Gebäude seither begleitet, soll er ausdrücklich Fenster größer als die Eingangstür des Palazzo Medici verlangt haben. Das Vermögen der Familie Pitti brach jedoch innerhalb einer Generation zusammen, und 1550 kaufte Eleonora von Toledo, die Frau Cosimos I. de' Medici, den unvollendeten Palast von Lucas Erben.
Sobald die Medici Einzug gehalten hatten, wuchs der Palast nur noch weiter: Cosimo I. und seine Nachfolger fügten zwei lange Flügel hinzu, bepflanzten den dahinterliegenden Hang mit dem, was später zu den Boboli-Gärten wurde, und verbanden ihn 1565 über den erhöhten Vasari-Korridor mit den Uffizien und dem Regierungssitz auf der anderen Flussseite. Später von den habsburgisch-lothringischen Großherzögen und kurzzeitig von Napoleons Schwester Elisa bewohnt, ging der Palast 1919 an den italienischen Staat über und wurde bald darauf für die Öffentlichkeit zugänglich.
Wussten Sie schon?
Die Geschichte von Luca Pittis überdimensionierten Fenstern lässt sich nicht belegen, fängt aber etwas Wahres über den Palast ein: Alles an ihm — die rohe, rustizierte Steinfassade, seine schiere Masse — wurde gebaut, um die Familie einzuschüchtern und zu übertrumpfen, mit der er rivalisieren sollte, bevor genau diese Familie ihn schließlich in Besitz nahm.
Die Boboli-Gärten, die sich hinter dem Palast den Hang hinaufziehen, wurden ab den 1550er Jahren rund um einen Steinbruch angelegt, der das Baumaterial für den Palast geliefert hatte; Cosimo II. ließ diesen Steinbruch später zu einem begrünten Amphitheater aushöhlen. Die formalen Terrassen, langen Alleen und kunstvollen Grotten der Gärten wurden zum Vorbild für Gärten in ganz Europa, am berühmtesten für die Gärten von Versailles.
Gut zu wissen
"Palazzo Pitti" ist eigentlich ein Sammelbegriff für mehrere eigenständige Museen unter einem Dach — die gemäldeüberladene Galleria Palatina, die königlichen Appartements, die Schatzkammer der Großherzöge, eine Kostüm- und Modegalerie und mehr —, und ein einziges kombiniertes Ticket deckt in der Regel die Museen des Palastes zusammen mit den dahinterliegenden Boboli- und Bardini-Gärten ab. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuelle Ticketstruktur, da Kombinationen und Preise regelmäßig angepasst werden.
Der Palast ist montags geschlossen, und allein die Boboli-Gärten sind ein paar entspannte Stunden wert — tragen Sie bequeme Schuhe, denn das Gelände steigt hinter dem Gebäude steil den Hang hinauf.