Galleria dell'Accademia
- art-museum
- Preis: 16 € - 20 €
- Öffnungszeiten: 08:15 - 18:50 (montags geschlossen)
Geschichte
Großherzog Pietro Leopoldo gründete 1784 die Accademia di Belle Arti als Ausbildungsstätte für florentinische Künstler, und die Galerie entstand aus ihrer Lehrsammlung von Gemälden und Gipsabgüssen – Werke, die im folgenden Jahrhundert zusammengetragen wurden, damit Studierende sie zeichnen und kopieren konnten, nicht zur öffentlichen Ausstellung.
Der Wendepunkt für das Museum kam 1873, als Michelangelos David hierher von der Piazza della Signoria gebracht wurde, wo er seit seiner Enthüllung 1504 fast 370 Jahre lang im Freien gestanden hatte. Jahrzehnte von Wind, Regen und zunehmend verschmutzter Stadtluft hatten dem Marmor bereits zugesetzt, weshalb die Statue ins Innere gebracht und in einer eigens errichteten, von oben beleuchteten Tribüne aufgestellt wurde, während eine Kopie ihren Platz auf dem Platz vor dem Palazzo Vecchio einnahm.
Wussten Sie schon?
Der Weg zum David führt an vier unvollendeten Skulpturen Michelangelos vorbei, den sogenannten Gefangenen oder Sklaven – Figuren, die sich noch immer aus dem rohen Marmorblock zu befreien scheinen, der sie umgibt. Michelangelo glaubte, eine Skulptur existiere bereits im Inneren des Steinblocks und warte darauf, vom Meißel befreit zu werden; bewusst unvollendet gelassen, gehören die Gefangenen zu den anschaulichsten erhaltenen Zeugnissen seiner Arbeitsweise.
Der David selbst wurde aus einem einzigen, fehlerhaften Block Carrara-Marmor gehauen, den zwei andere Bildhauer zuvor bereits als schadhaft und unbearbeitbar verworfen hatten. Michelangelo nahm die Herausforderung dennoch im Alter von 26 Jahren an und arbeitete rund zwei Jahre daran.
Gut zu wissen
Die Accademia ist ein deutlich kleineres Museum als die Uffizien, und ein zielgerichteter Besuch – der David, die Gefangenen und die Gemäldegalerie der Frührenaissance – dauert meist wenig mehr als eine Stunde, was ihn leicht mit einem Uffizien-Besuch am selben Tag oder einem Spaziergang durch die Altstadt kombinierbar macht.
Trotz ihrer überschaubaren Größe zählt sie durchweg zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten von Florenz, und der Einlass erfolgt zeitlich getaktet – buchen Sie daher online, weit bevor Sie reisen; Warteschlangen ohne Reservierung sind, wie das Schild vor dem Eingang noch immer in Erinnerung ruft, genau das, was eine Vorabbuchung vermeiden soll. Das Museum ist montags geschlossen.