← Alle Sehenswürdigkeiten

Bardini-Garten

  • park
  • 4.6
  • Preis: 5 € - 10 €
  • Öffnungszeiten: 10:00 - 18:00, bis 20:00 von Mai bis September; geschlossen am ersten und letzten Montag des Monats
Wegbeschreibung
Anzeige Buche die geführte Tour zu Bardini-Garten Verfügbarkeit prüfen →

Geschichte

Die wohlhabende Bankiersfamilie Mozzi besaß dieses steile Hanggrundstück oberhalb des Oltrarno seit dem Mittelalter, doch den dramatischen Charakter erhielt der Garten erst im 17. Jahrhundert, als der Architekt Gherardo Silvani eine barocke Treppenanlage anlegte, die den Hang bis heute in einer Abfolge von Terrassen, Statuen und Grotten erklimmt – das Grundgerüst, dem der Garten noch immer folgt.

Im 19. Jahrhundert kam rund um die benachbarte Villa Manadora ein englischer Garten mit einem kleinen Zierteich hinzu, der die formale barocke Anlage mit dem damals in ganz Europa beliebten, naturnäheren, romantischen Stil auflockerte. 1913 kaufte der Antiquitätenhändler Stefano Bardini das gesamte, vier Hektar große Anwesen, gestaltete Wege und Bepflanzung nach seinem eigenen, eklektischen Geschmack um und nutzte Teile des Geländes als Freiluft-Schauraum für die architektonischen Fragmente – Säulen, Portale, Brunnen –, mit denen er handelte; so erhielt der Garten den leicht eklektischen, kuratierten Charakter, den er bis heute trägt.

Wussten Sie schon?

Das meistfotografierte Merkmal des Gartens ist seine 130 Meter lange Glyzinien-Pergola, die für einige Wochen jeden April zu einem Tunnel aus blassvioletten Blüten wird – wohl der beste Grund überhaupt, eine Florenz-Reise um einen Gartenbesuch herum zu planen.

Da er denselben Hang erklimmt wie der weit größere Boboli-Garten gleich nebenan, direkt gegenüber dem Zentrum von Florenz auf der anderen Seite des Arno, bietet der Bardini-Garten nahe, wenig überlaufene Ausblicke auf den Dom, die viele Besucher eindrucksvoller finden als die weiteren Panoramen von Boboli oder dem Piazzale Michelangelo – und das ohne die Menschenmassen, die beide anziehen.

Gut zu wissen

Der Bardini-Garten ist merklich ruhiger als Boboli, was ihn zu einer guten Wahl macht, wenn man lieber in eigenem Tempo spazieren als sich zwischen Reisegruppen hindurchmanövrieren möchte; die Wege sind stellenweise steil, bequeme Schuhe sind daher hilfreich. Der Garten ist am ersten und letzten Montag jedes Monats geschlossen.

Seit 2026 können Boboli und Bardini auch mit einem einzigen Kombiticket besucht werden, das einen Eintritt in jeden der beiden Gärten gewährt; es ist allerdings nur an den Kassen der Uffizien am Tag des Besuchs erhältlich, nicht online – eine Nachfrage lohnt sich, wenn Sie beide auf derselben Reise besuchen möchten.